Computernostalgie

Beim durchstöbern eines alten Ordners ist mir eine 20 Jährige Werbung für Computerkomponenten gefunden. MRAK war ein Discounter. Das günstigste Komplettsystem kostete Fr. 2520.-. Etwas versteckt ist auch das Notebook für Fr. 4400.-. Bei den Festplatten muss man beachten, dass es bei der Zahl um MB geht. Also: Fr. 1200.- für 210MB. Man rechne das auf den aktuellen Preis eines heutigen USB-Sticks. Wireless-Maus: Fr. 210.- . Jedenfalls viel Spass beim Durchstöbern.Discounter von anno dazumal

Datenroaming im Urlaub

Sie sind bekannt, die SMS mit den Tarifen fürs Roaming im Ausland. Mein Provider Swisscom bietet eine Option für 50 MB innert 7 Tagen für Fr. 24.- an. Kein WLAN im Ferienhaus in Österreich, kann man ja nicht verlangen. Mein Problem war, dass ich einen Remote-Kundentermin versprochen habe. Fr. 24.- pro Datenpaket ist ja für einen Businesseinsatz eigentlich absolut verkraftbar. An einem Regentag habe ich mich mal im Media-Markt Bludenz erkundigt, was ich eigentlich für Möglichkeiten mit Prepaid hätte. Mir wurde “ge.org” empfohlen. Eine SIM mit 1GB Guthaben, aufbrauchbar in 60 Tagen. SIM und Micro-SIM ausbrechbar, das Ganze für € 9.90 also CHF 12.-. Einfach an Kasse bezahlen, fertig. Keine Registration! Einfach einsetzen und loslegen. Das soll jetzt kein Werbespot sein, aber ich bin ausser an der Technik auch an deren Preisgefüge interessiert. Und das gibt doch interessante Aussagen:

Bei Swisscom kosten mich 50MB CHF 24.-, Bei ge.org bekomme ich zum halben Preis 1000MB mit einer SIM.
Tageskosten Swisscom: CHF 3.43 gegenüber CHF 0.40. Wobei ich bei ge.org 60 Tage und bei SC nur 7 Tage Guthaben habe. Preisvergleich pro MB: 48 Rappen gegenüber 1.2 Rappen. Als einziger Nachteil kann ich während der Zeit, in der die “fremde” SIM eingesetzt habe nicht telefonieren. Jedenfalls werde ich diese Entwicklung in zukünftigen Urlauben genauer verfolgen. Google hilft auch hier weiter. Zum Beispiel sowas: Preisvergleich Österreich.

RaspberryPi

Dieses Projekt hat ziemlich Aufsehen erregt. RaspberryPi ist eine kleine, scheckkartengrosse Platine, die einen gesamten Computer beinhaltet. Der Haupteinsatzzweck soll die Schulung für Kinder und Jugendliche sein. Und zwar sollen die Kids so eine Zugang zum Programmieren finden, statt nur mit Mamas iPhone herumzugamen. Das Gerät kostet 35$ und kann mittels einem Handyladegerät mit Strom versorgt werden. Zwei USB-Anschlüsse für verschiedene Geräte sind vorhanden. Die Ausgabe erfolgt über einen HDMI-Anschluss, also Fernseher. FreeBSD ist in Vorbereitung. Ich selber betreibe momentan Debian. Das Gerät kann aufgrund des Preises auch für ganz andere Sachen als ursprünglich vorgesehen verwendet werden. Mein Hauptziel ist es den ALIX der Meteostation zu ersetzen. Neulich habe ich bei Ebay noch ein cooles Gehäuse ersteigert.


Das Ganze lässt wieder etwas Pioniergeist aufkommen wie seinerzeit beim C64. Es gibt mittlerweile auch ein Google-Maps-Mashup der Koordinaten der Besitzer.

Landart Festival Grindelwald

Wir haben die Zeit gefunden einmal den internationalen Künstlern bei der Arbeit zuzuschauen. Es ist sehr interessant, was da meist Vergängliches entsteht. Drei Schweizer Teams messen sich mit Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada, Holland, Norwegen, Russland, Schweden und Taiwan. Kurz vor Schluss waren die meisten am Feinschliff. Ausser die Franzosen: Die sassen schon entspannt im Gras und erklärten, dass ich auf der “falschen Seite” des Kunstwerkes stehe. Galerie LandArt

SSD in MacBook Pro

Als Disk habe ich schon längere Zeit eine Seagate Momentus XT mit 500GB eingebaut. Der Hybrid-Ansatz bringt schon einiges an Geschwindigkeit, aber eine richtige SSD ist halt schon was Anderes. Ich habe schon einige Male über die OptiBay gelesen. Das ist ein Adapter, in dem sich anstelle des optischen Laufwerks eine SSD einbauen lässt. Dazu gibt es ein externes Gehäuse mit USB für das optische Laufwerk, das bei mir eh höchst selten benutzt wird. Aber der Preis von über 100.- ist doch etwas hoch für etwas Aluminium mit ein paar Steckern. Auf ebay habe ich ein paar brauchbare Alternativen gefunden. Dabei ist der Anbieter Nimitz mit seinen Produkten aufgefallen. Die bieten übrigens ähnliche Adapter für “gewöhnliche” Laptops an. Für unter 50.- kamen also die zwei Teile nach einer Woche direkt aus China bei mir an. Der Umbau ist für halbwegs begabte Handwerker kein Problem. Die Daten habe ich folgendermassen aufgeteilt: System auf SSD, Persönliche Ordner unter Anderem mit iTunes und iPhoto-Dateien bleiben auf Momentus. Anleitungen wie man das Anstellt findet man überall. Carbon Copy Cloner hat sich übrigens als sehr Hilfreich herausgestellt um das System ohne neu-aufsetzen auf die SSD zu kopieren. Wichtig ist auch, dass man kontrolliert, Continue reading SSD in MacBook Pro

Extreme Zeitlupe mit “normaler” Spiegelreflex

Zeitlupe ist ja keine neue Erfindung, aber dass man mit einer gewöhnlichen Spiegelreflex (im Beispiel eine Canon 550D) saugute Effekte in HD hinkriegt war mir doch eher etwas neu. Grundsätzlich ist es ja so, dass man zum langsam Abspielen ohne Ruckeln in einer viel höheren Geschwindigkeit aufnehmen muss. Nun gibt es einen neuen Ansatz, in dem das die Videoschnitt-Software übernehmen kann. Da werden einfach neue Frames reingerechnet. Und wer sich die Sache etwas genauer überlegt, merkt dass das gar nicht so trivial, wenn nicht unmöglich ist. Aber die Filme lassen sich sehen.
Disclaimer: ich habe weder die Software Twixtor, noch eine 550D und das Video stammt von Rickard Bengtsson ab Vimeo. Aber die Technologie fasziniert mich alleweil und ist mir eine Erwähnung wert. Immer wieder wenn Unmögliches durch neue Denkweisen plötzlich möglich gemacht wird. Und das ist auch in HD und Full-Screen immer noch sehr anschaulich.

Ganz früher, als ich noch im Mechaniker-Blaumann in kalten Montagehallen gearbeitet habe, mussten wir für Vorgänge, die für das Auge zu schnell waren eine Hi-Speed Kamera anschaffen. Die war sauteuer und gab verhältnismässig schlechte Bilder ab. Für diesen Zweck oder auch für Zielkameras ist das Verfahren natürlich nicht geeignet. Für solche Dinge braucht’s aber immer noch eine extrem schnelle Kamera…
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